Besuch des Marchivums und der Sonderausstellung: Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit. – – – -Exkursion muss leider wegen der Risiken durch das Corona-Virus ausfallen. Sie wird im Herbst erneut angeboten.

Das MARCHIVUM, Foto: Kathrin Schwab

2014 entschied Mannheims Gemeinderat einstimmig, Mannheims größten Hochbun­ker für das Stadtarchiv umbauen zu lassen. Der Hochbunker wurde zwischen 1940 und 1943 erbaut. Er befindet sich am Neckar, in der Nähe der Jungbuschbrücke. Nach 1945 wurde er infolge der verheerenden Zerstörung der Stadt als Ersatz für Wohnraum genutzt. Erst 1966 zogen die letzten Bewohner aus dem Hochbunker aus. Der Umbau zum MARCHIVUM erfolgte im Frühjahr 2016.  Auf den Bunker wurden zwei neue Stockwerke für Büros, Lesesäle, Digitalisierungs-zentrum und Vortragssaal gesetzt. Der Bunker wurde 2003 unter Denkmalschutz gestellt. Deshalb sollte er, von der Aufstockung abgesehen, nach außen möglichst unverändert erhalten bleiben. Die beiden neuen Geschosse sind zugunsten heller Arbeitsplätze großzügig verglast. Die Bunkergeschosse, in denen Magazine und Ausstellungsflächen unterkommen sind blieben fensterlos. Im Rahmen einer einstündigen Führung erfahren wir viel über das Gebäude und zu ausgewählten Servicebereichen des Stadtarchivs.

Im Anschluss an die Führung besuchen wir die Sonderausstellung Albert Speer in der Bundesrepublik. Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit.

Albert Speer, Architekt und Rüstungsminister des NS-Regimes aus Mannheim, stilisierte sich nach Kriegsende als unpolitischer, von der Aura Adolf Hitlers verführter Technokrat. Von den nationalsozialistischen Verbrechen habe er nichts gewusst, beteuerte Speer vor dem Internationalen Militärtribunal. Nach seiner Entlassung aus alliierter Haft 1966 kultivierte er diese Legende erfolgreich in der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Die vom Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände erarbeitete Ausstellung korrigiert die Speer-Legende und macht den Umgang der Deutschen mit ihrer Vergangenheit sichtbar.

Kurs: 10102
Donnerstag, 19. März 2020 (Anmeldeschluss: 9. März 2020)
14:10 Uhr Treffpunkt: OEG-Bahnhof Heddesheim
14:17 Uhr Abfahrt mit Straßenbahnlinie 5 A
15:00 Uhr Besuch Marchivum
17:59 Uhr Rückfahrt
18:50 Uhr Ankunft OEG-Bahnhof Heddesheim

Änderungen vorbehalten

Teilnehmerbeitrag € 20,00  – Für Teilnehmer/innen, die keine Fahrkarte benötigen, z.B. Monatskarteninhaber, reduziert sich der Teilnehmerbeitrag auf € 16,00.

In dem Teilnehmerbeitrag sind Eintritt, Führungen und Fahrpreis der Straßenbahn enthalten.

Leitung: Friedrich Graser, vhs Heddesheim